Foto: Flocci Nivis, CC BY 4.0
Schnittstellen entwickeln
Wenn Mitarbeiter Daten zwischen Anwendungen übertragen, fehlt häufig eine passende Verbindung. Ich entwickle Schnittstellen, die Ihre bestehenden Systeme und Datenquellen zusammenbringen.
01 Das Angebot
Daten dort nutzen, wo sie gebraucht werden
Kundendaten in CRM und ERP abgleichen, Versandmeldungen ins Kundenportal übernehmen oder Betriebsdaten für den Service bereitstellen: Schnittstellen machen Informationen über Systemgrenzen hinweg nutzbar.
Für mittelständische Unternehmen und Industriekunden entwickle ich individuelle Schnittstellen und ergänzende Software. Bestehende Anwendungen können weiter genutzt werden, sofern ihre Datenzugänge und Funktionen zum Vorhaben passen.
Mögliche Aufgaben sind:
- Kunden- und Auftragsdaten zwischen CRM und ERP abgleichen.
- Versandstatus aus Logistiksystemen in einem Kundenportal bereitstellen.
- Maschinen-, Sensor- oder Fahrzeugdaten verarbeiten und über APIs bereitstellen.
- Externe Dienste in einen bestehenden Geschäftsprozess einbinden.
Welche Verbindung möglich ist, prüfe ich anhand der konkreten Systeme, Versionen, Berechtigungen und verfügbaren Schnittstellen. Falls eine vorhandene Standardintegration den Bedarf zuverlässig abdeckt, berücksichtigen wir sie bei der Auswahl.
02 Die Umsetzung
Mehr als Daten von A nach B
- Datenfluss festlegen. Welche Anwendung ist für welche Daten führend? Welche Informationen werden benötigt, und reicht eine regelmäßige Übernahme oder muss eine Änderung unmittelbar weitergegeben werden?
- Zugänge und Zuordnung prüfen. Ich untersuche API-Dokumentation, Exportformate und Beispieldaten. Wir legen fest, wie Felder, Einheiten, Kennungen und Pflichtangaben zusammenpassen.
- Schnittstelle entwickeln und erproben. Neben dem regulären Ablauf testen wir fehlende Werte, doppelte Übertragungen, Verbindungsabbrüche und geänderte Datensätze. Bei einer Übertragung in beide Richtungen brauchen auch Konflikte eine klare Regel.
- Betrieb und Übergabe vorbereiten. Protokollierung, Monitoring und eine nachvollziehbare Fehlerbehandlung gehören zur Planung. Wir vereinbaren, wer Meldungen erhält und wie fehlerhafte Übertragungen korrigiert oder erneut verarbeitet werden.
Zum vereinbarten Lieferumfang gehören die Schnittstelle, Konfiguration und Dokumentation. Quellcode und Infrastruktur bleiben für Sie zugänglich. Zugangsdaten und Berechtigungen werden passend zur jeweiligen Systemumgebung eingerichtet.
03 Ein Beispiel
Betriebsdaten im Service nutzen
Ein möglicher Ablauf: Ein Serviceteam benötigt Betriebsstunden und Zustandsmeldungen einer Maschinenflotte. Die Messwerte liegen in einer separaten Plattform, während Stammdaten und Servicevorgänge in einer anderen Anwendung gepflegt werden.
- Eine Schnittstelle übernimmt die benötigten Betriebs- und Sensordaten aus der vorhandenen Plattform.
- Maschinenkennungen, Zeitstempel und Einheiten werden geprüft und den passenden Stammdaten zugeordnet.
- Die Serviceanwendung erhält die aufbereiteten Informationen über eine API.
- Fehlende Zuordnungen, veraltete Messwerte und unterbrochene Übertragungen werden sichtbar gemacht.
So kann das Team die Informationen beim Bearbeiten eines Servicefalls nutzen. Welche Daten wie aktuell sein müssen, legen wir anhand des Arbeitsablaufs fest. Soll aus einer Zustandsmeldung zusätzlich eine Aufgabe entstehen oder eine Freigabe angestoßen werden, wird die Integration Teil einer Prozessautomatisierung.
Auch kleinere Anbindungen sind möglich. Der Praxisartikel zu ERP und Excel zeigt, wie sich die Datenversorgung einer bestehenden Auswertung verbessern lässt.
Wenn mehrere Anwendungen unabhängig zusammenarbeiten sollen, wird auch ihre Architektur wichtig. Der Artikel zu verteilten Systemen, Event Sourcing und Microservices erläutert die Möglichkeiten und den zusätzlichen Betriebsaufwand.
04 Projekterfahrung
Datenverarbeitung im produktiven Betrieb
Für die Plattform traigo von VTG habe ich an Diensten zur Verarbeitung von Telemetrie- und Sensordaten gearbeitet, Auswertungen umgesetzt und Daten über Schnittstellen bereitgestellt. Auch Monitoring und technische Betreuung im produktiven Betrieb gehörten zu meinem Beitrag.
Die VTG-Referenz beschreibt die Aufgaben im Detail. Weitere Erfahrung mit der Aufbereitung und Anbindung von Fahrzeugdaten zeigt das Flottenprojekt bei Jungheinrich.
05 Zusammenarbeit
Fragen zur Integration
Was beeinflusst Kosten und Dauer?
Die Anzahl der Datenflüsse, Qualität und Dokumentation der vorhandenen Schnittstellen, Datenbereinigung und Anforderungen an Aktualität und Betrieb bestimmen den Aufwand. Ich rechne nach tatsächlich geleisteten Stunden ab. Auf Wunsch erhalten Sie vorab eine Aufwandsschätzung; den Zeitplan vereinbaren wir anhand des Umfangs und der benötigten Zugänge.
Was wird von unserer IT benötigt?
Hilfreich sind Systemnamen und Versionen, Schnittstellenbeschreibungen, typische Beispieldaten sowie ein technischer Ansprechpartner. Für Entwicklung und Erprobung stimmen wir geeignete Testzugänge und Berechtigungen mit Ihrer IT oder den Systemanbietern ab.
Geht es auch ohne vorhandene API?
Möglicherweise bieten freigegebene Exporte, Importe oder andere unterstützte Datenzugänge eine Lösung. Ob diese ausreichend und dauerhaft nutzbar sind, muss geprüft werden. Wenn der gesamte Ablauf noch unklar ist, kann eine Prozessanalyse zum Festpreis diese Fragen vor der Entwicklung eingrenzen.
Wer betreut die Schnittstelle danach?
Auf Wunsch übernehme ich Monitoring, Fehlerbehebung und Anpassungen nach vereinbartem Umfang und tatsächlichem Aufwand. Alternativ erhält Ihr Team eine dokumentierte Übergabe. Änderungen an den verbundenen Systemen können spätere Anpassungen erforderlich machen.
Können wir vor Ort zusammenarbeiten?
In Hamburg und Umgebung komme ich auf Wunsch zu Ihnen. Überregional arbeite ich primär remote; einzelne Vor-Ort-Termine sind überall nach Absprache möglich.
